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27.07.2010 - 23:42:00 | Kategorie: Schlager | Künstler: Andreas Martin |
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Spätestens ab dem Sommer des Jahres 2008 war klar, dass das Schlagerpublikum Andreas Martin am liebsten hört, wenn er eingängige, tanzbare Schlager-Popsongs mit romantischen, gefühlvollen Texten singt. |
Diese
Erfolge zeigten dem Künstler, dass er den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Diesen
Weg setzt er nun mit seinem neuen Album „Lichtstrahl“ konsequent fort. Einen
ersten Vorgeschmack darauf hatten die Fans schon zum Jahreswechsel 2009/10
bekommen, als in den Diskotheken plötzlich eine mitreißende, von Andreas Martin
gesungene Diskofox-Version des im Original von den Nilsen Brothers stammenden
Evergreens „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“ zu hören war, die nun auch
auf dem Album vertreten ist. Den Auftakt macht indes die neueste Single des
57-Jährigen: „Im Himmel ist der Teufel los“ knüpft erkennbar an den Superhit
„Ich fang‘ dir den Mond“ an, kommt aber noch eine Spur druckvoller und rasanter
daher und gibt damit dem gesamten Album die Richtung vor. „Du hast’n
Lichtstrahl durch mein Herz gejagt“, singt Andreas Martin im Titelsong, und
genauso jagt gleichsam ein Diskofox-Kracher den nächsten durch das Album: Mit
„Immer wieder und weiter“, „Es geht wieder los“, „Nein, ich geb‘ dich nie auf“,
„Wenn das alles nur so einfach wär‘“ oder eben „Lichtstrahl“ präsentiert
Andreas Martin höchst tanzbare Popschlager-Perlen – eine eingängiger als die
andere. Die Kompositionen stammen größtenteils aus seiner eigenen sowie den
Federn seiner musikalischen Mitstreiter Michael Buschjan und J.P. Valance. Für
die Mehrheit der Texte zeichnet in bewährter Manier Dr. Bernd Meinunger
verantwortlich. Die enge Zusammenarbeit zwischen Texter und Interpret zeigt
sich daran, dass einige der Lieder autobiographische Züge tragen. So lassen
sich „Du bist mein Schlüssel zum Glück“ und insbesondere das anrührerende
„Danke für deine Liebe“ als Verneigung des Künstlers vor seiner Ehefrau Juliane
verstehen, mit der er seit mehreren Jahrzehnten verheiratet ist und die ihm
auch in beruflichen Belangen zur Seite steht. Und wenn Andreas Martin in „Ich
glaub‘ immer noch an die Liebe“ von „Weggefährten, die auf einmal zu Gegnern
werden“ singt, dann wissen Kenner der Branche, welche leidvolle Erfahrung er in
diesem Lied musikalisch verarbeitet. Hier
schlägt Andreas Martin denn auch ruhigere und nachdenklichere Töne an, genauso
wie in dem Song „Was geht ab“, der dezent an das 2007er Album „100 % Sehnsucht“
erinnert. Andreas Martin wäre eben nicht Andreas Martin, wenn er nicht – bei
allem Anspruch, ein durchweg tanzbares Album vorzulegen – musikalisch wie
textlich für Abwechslung sorgen würde. Lebensnah und sozialkritisch – wie auf
seinen Alben „Niemals zu alt“ (2003) und „Wir leben nur einmal“ (2005) –
präsentiert sich der Künstler bei laut aufgedrehter E-Gitarre in dem rockigen
„Wird Zeit“, in dem er zur Finanzkrise und anderen wirtschaftlichen Fehlentwicklungen
Stellung bezieht. Und auch das berühmte Martinsche Augenzwinkern ist wieder
deutlich vernehmbar: Mit der Forderung „Bitte mach‘ das Licht an“ bürstet
Andreas Martin selbstironisch den Inhalt eines Songs aus seinem Frühwerk („Sie
löschte das Licht“, 1984) gegen den Strich – und erklärt: „Hab‘ einfach Angst, im Dunkeln
find‘ ich das Beste nicht“. Um den DJs und Tanzwütigen in Deutschland und auf
Mallorca eine besondere Freude zu machen, lässt er das Album mit einem Disco-Fox-Mix und einer fast
fünfminütigen Long Version der
aktuellen Single „Im Himmel ist der Teufel los“ ausklingen. Mit
„Lichtstrahl“ hat Andreas Martin seinen Fans den Wunsch nach einem durchweg
tanzbaren Album erfüllt. Trotz der Maßgabe, alle Songs in ein
diskothekentaugliches Gewand zu kleiden, gelingt es dem Künstler bravourös, sämtliche
Register seines Könnens zu ziehen und sich so vielfältig zu präsentieren wie
nie zuvor. Gleichzeitig lässt der Facettenreichtum des Albums erahnen, wieviele
Ideen auch nach fast 30 erfolgreichen Jahren in der Musikbranche noch im Kopf
des Vollblutmusikers herumschwirren. Das Album ist damit mehr als nur ein
Hoffnungsschimmer, der weitere Produktionen aus der Hitküche des Andreas Martin
erwarten lässt. Es ist ein heller Hoffnungs-Lichtstrahl. Dr.
Christoph Schüly, Juli 2010 |
Link: http://www.andreasmartin.de Quelle: Dr. Christoph Schüly |
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